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Fuß Know-How

Fußwissen leicht verständlich

Mehr als nur zwei Stützen. Kaum ein anderes Körperteil wird von uns so sehr unterschätzt.

Fuß sein ist ein harter Job!

Unsere Füße sind täglich hohen Belastungen ausgesetzt. Auf unseren Füßen laufen wir im Leben fast die Hälfte des Erdumfangs. Die Füße sorgen dabei für einen stabilen Stand und passen sich Bodenunebenheiten an. Durch spezielle Stoßdämpferfunktionen können sie den Auftritt abfedern. Schritt für Schritt lastet im Gehen mindestens das einfache Körpergewicht auf dem Fuß. Mit zunehmender Bewegungsgeschwindigkeit lastet auf dem Fuß zwischen dem zweifachen und fünffachen (langsamer Lauf gegenüber schnellem Lauf) des Körpergewichts. Betrachtet man die tägliche Belastung der Füße während des Gehens, überschreitet diese bei einem Körpergewicht von 75kg, leicht 600t. Bei einer Marathondistanz von 42km und einer Endzeit von etwa 4:30 Stunden entspricht das einer Belastung je Fuß von über 3000t! Das entspricht in etwa dem Gewicht von 1.000 mittleren Elefanten.

Anpassung an den aufrechten Gang

Fuß-Form und -Funktion stehen in einem engen Zusammenhang und machen die Fuß-Struktur so einzigartig. Diese hat sich seit nun etwa 3 Millionen Jahren der zweibeinigen und aufrechten Fortbewegung angepasst. Heute lagert unser gesamtes Körpergewicht nur noch auf zwei Füßen, statt auf vier. Der Körperschwerpunkt hat sich nach oben verlagert, das Halten des Gleichgewichts wurde deutlich komplizierter.

Anpassung an den aufrechten Gang

Fuß-Form und -Funktion stehen in einem engen Zusammenhang und machen die Fuß-Struktur so einzigartig. Diese hat sich seit nun etwa 3 Millionen Jahren der zweibeinigen und aufrechten Fortbewegung angepasst. Heute lagert unser gesamtes Körpergewicht nur noch auf zwei Füßen, statt auf vier. Der Körperschwerpunkt hat sich nach oben verlagert, das Halten des Gleichgewichts wurde deutlich komplizierter.

Ein perfektes Zusammenspiel!

Das Skelett des Fußes besteht aus 26 Knochen, 33 Gelenken, über 100 Bändern, 30 Muskeln und 60 Sehnen. Funktionell wird der Fuß in drei Bereiche unterteilt. Rück-, Mittel- und Vorfuß. Insgesamt befinden sich in beiden Füßen etwa ein Viertel aller Knochen des menschlichen Körpers (ca. 208 Knochen).

Perfekte Baukunst!

Im hinteren Abschnitt des Fußes liegen die Knochen übereinander, im mittleren und vorderen Bereich dagegen nebeneinander. Dadurch entsteht auf der Innenseite des Fußes ein ausgeprägtes Längsgewölbe und im hinteren Mittelfuß ein von innen nach außen verlaufendes Quergewölbe.

Ein Stoßdämpfer im Fuß?

Fußgewölbe werden durch Bänder und Sehnen verspannt und durch Muskeln stabilisiert. Sie halten die gewölbte Form aufrecht und sind die Basis für eine einwandfreie Funktion des Fußes. Fußgewölbe dienen in erster Linie zur Lastenaufnahme und Übertragung beim Gehen und Laufen. Drückt man durch die Belastung beim Fußaufsatz das Gewölbe zusammen, wird seine Unterseite gedehnt. Ist aber diese Funktion z.B. durch eine schwache Fußmuskulatur beeinträchtigt, senken sich die Fußgewölbe auf Dauer ab und die Dämpfung ist eingeschränkt.

Unterschiedliche Typen!

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der fächerübergreifenden (interdisziplinären) Zusammenarbeit.

I) Die Fußgewölbe-Typen: normal, flach, hoch

Fußgewölbe können unterschiedlich hoch sein. Das kann erblich bedingt sein, durch Übergewicht verursacht sein oder durch eine mehr- oder weniger trainierte Fußmuskulatur. Zu steife Schuhsohlen lassen die Fußmuskulatur verkümmern und das Fußgewölbe sinkt ab. Mit zunehmendem Alter kann es sogar sein, dass Sie durch das Absinken längere und breitere Schuhe benötigen. Auf Ihren Füßen lasteten ja im Laufe der Jahre auch mehrere 1.000 Tonnen Gewicht! Trainierte Füße sind daher grundsätzlich besser in der Lage die Alltagslast des Fußes zu tragen und vor Verletzungen zu schützen. Jedoch ähneln gut trainierte Füße, durch ihre bodenseitig stärker ausgeprägte Muskulatur, z.B. bei einem Fußabdruck, häufig einem Fuß mit flachem Längsgewölbe, obwohl sie dies nicht haben.

II) Die Fußform-Typen: ägyptisch, griechisch und römisch

Anhand des Längenunterschieds zwischen Großzehe und zweiter Zehe werden drei Fußformen unterschieden:

Ägyptischer Fuß: Die Großzehe ist am längsten.(ca.50% * der Bevölkerung)

Griechischer Fuß: Die zweite Zehe ist länger als die Großzehe. (ca. 40% * der Bevölkerung)

Römischer Fuß (auch quadratischer Fuß genannt): Die zweite Zehe und die Großzehe sind gleich lang.(ca. 10% * der Bevölkerung) Die Bezeichnungen leiten sich von den damaligen antiken Fußdarstellungen und Schönheitsidealen ab.

*Die prozentuale Verteilung variiert je nach Quellenangabe.

Fettpolster an den richtigen Stellen sind gut!

Unter den Füßen in der Sohle befinden sich ganz wichtige Fettpolster. Diese tragen ergänzend dazu bei, die Belastung beim Gehen und Laufen umzuverteilen. Die Fettschicht besteht aus einzelnen Kammern, die sich bei Belastung gegeneinander verschieben und komprimieren.

Natürlich abrollen ist gesund!

Zusammen mit allen Muskeln und Sehnen wird die Belastung beim Gehen gleichmäßig über den ganzen Fuß verteilt: vom Fersenaufsatz über den Außenrand, den Außenballen, die Zehengrundgelenke, den Innenballen, bis zum Abstoß über die Großzehe. Setzen Kinder in den ersten 10 Jahren noch fast mit der ganzen Fußfläche gleichzeitig auf, ist das automatische Abrollen für Erwachsene selbstverständlich. Aber genau das wird in Schuhen oft verhindert: Viele Schuhe stützen den Fuß viel zu sehr. Muskeln und Sehnen werden nicht mehr gefordert und verkümmern. Und das kann sich negativ auf den gesamten Bewegungsapparat auswirken.
Das geht auch anders! BAAK entwickelt fußgerechte Sicherheitsschuhe, die die natürliche Fußbewegung zulassen – mit positiven Folgen für den gesamten Bewegungsapparat.

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